Bauarbeiten:Erfolgreicher Brückeneinschub in Oderberg

Nach viertägiger Präzisionsarbeit wurde der fünfzig Meter lange Stahlüberbau der Oderberger Brücke am 29. September 2026 eingeschoben. Die Behelfsbrücke ist ab 30. September wieder befahrbar.

Reparatur einer Stahlbrücke über einen Fluss mit blauen Stützpfeilern und Gerüsten.
Der Brückeneinschub am 28. September 2026. © Landesbetrieb Straßenwesen.

Der Einschub der neuen Stahlbrücke ist geglückt: Nach vier Tagen präziser Arbeit wurde der Brückenüberbau wie geplant heute, am 29. September 2026, in seine vorgesehene Position gebracht. Damit ist ein wichtiger Meilenstein für das weitere Vorankommen der Baumaßnahme geschafft. Die Behelfsbrücke kann ab morgen, den 30. September 2026, um 06:00 Uhr wieder befahren werden.

Nach passgenauem Brückeneinschub folgen Straßenbauarbeiten

Der fünfzig Meter lange Brückenüberbau wurde im Baustellenbereich vormontiert und im Rahmen des Einschubs erst Schritt für Schritt quer auf einer Verschubbahn in Richtung des Straßenverlaufs verschoben. Anschließend erfolgte langsam und millimetergenau der Längsverschub vom nördlichen Ufer der Havel-Oder-Wasserstraße zum südlichen Ufer. Mithilfe eines Pontongerüsts auf dem Wasser und eines Vorbauschnabels am Überbau der Bogenbrücke konnten die beim Einschub wirkenden Lasten und Kräfte wie geplant minimiert werden.

Als nächstes werden der Brückenüberbau in seine endgültige Lage abgesenkt und die Hilfskonstruktionen wieder zurückgebaut. Darauf folgend werden die Widerlager und der Brückenaufbau fertiggestellt. Unter anderem wird der Überbau mit Ortbeton schließlich zu einem Gesamtbauwerk verbunden. Dabei wird der Beton in eine Schalung gegossen und vor Ort ausgehärtet. Im Endzustand wird der Überbau circa 700 Tonnen wiegen.

Südlich und nördlich der Brücke wird der Fahrbahnbereich inklusive der Anschlüsse zwischen der Straße und der Brücke neu hergestellt. Die finale Fahrbahndecke wird zu gegebener Zeit dann in einem Zuge asphaltiert. Im Seitenbereich werden Gehwege erneuert und Böschungen neu bepflanzt. Nach der Fertigstellung der Straßenbauarbeiten wird die Behelfsbrücke schließlich zurückgebaut.

Die Verkehrsfreigabe ist derzeit für die zweite Jahreshälfte in 2027 vorgesehen.

Verkehrsführung bleibt bestehen, wenige Einschränkungen stehen bevor

Die Verkehrsführung über die Behelfsbrücke wird fortgesetzt. Auch die bisherige Umleitung bleibt aktuell. Sie führt von Oderberg über die B 158 in Richtung Schiffmühle nach Bad Freienwalde. Von dort geht es über die B 167 nach Falkenberg und Hohenfinow zur L 29 und weiter über Niederfinow und Liepe zurück nach Oderberg. Dies gilt auch in umgekehrter Reihenfolge.

Im Rahmen des weiteren Baufortschritts sind erneut kurze Sperrungen vorgesehen, um Spundwände zu entfernen, Asphaltarbeiten durchzuführen und Straßenanschlüsse herzustellen. Die Baufirma wird den Bauablauf so gestalten, dass Sperrzeiträume auf ein Minimum reduziert und die sperrbedingten Bautätigkeiten nach Möglichkeit parallel ausgeführt werden. Der Landesbetrieb Straßenwesen wird die Einschränkungen rechtzeitig bekannt geben.

Für die Geduld und das Verständnis der Bürgerinnen und Bürger aufgrund der Bauverzögerungen und notwendigen Einschränkungen während der Bauarbeiten bedankt sich der Landesbetrieb Straßenwesen ausdrücklich.