Amt Britz-Chorin-Oderberg

Schweinepest: Afrikanische Schweinepest: Freiwillige Helfer gesucht

Im Zuge der Ausbreitung der afrikanischen Schweinpest, benötigt das Amt Britz-Chorin-Oderberg bei Bedarf freiwillige Helfer, die sich an der Fallwildsuche beteiligen.
Foto: Paul Henri Degrande/Pixabay

Die Afrikanischen Schweinepest wurde bei mehreren Wildschweinen im Land Brandenburg bisher in den Landkreisen Spree-Neiße, Oder-Spree und Märkisch Oderland nachgewiesen. Im Landkreis Barnim gibt es keinen offiziell bestätigten Fund von verendeten Wildschweinen, welche mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziert waren. Aufgrund dessen, dass die bisherigen Funde der infizierten Wildschweine nur wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt waren, wurde zum Schutz gegen die besondere Gefährdung der Haus- und Wildschweinpopulation am 4. November 2020 im Landkreis Barnim ein Gebiet als Pufferzone festgelegt. Die Pufferzone umfasst die im Amtsgebiet Britz-Chorin-Oderberg gelegene Gemeinde Lunow-Stolzenhagen mit allen Gemarkungen. Deutlich sichtbar gemacht wird die Pufferzone durch Schilder, die an den Haupt- und Zufahrtswegen nach Lunow-Stolzenhagen angebracht werden.

Für den Menschen und für andere Haus- und Nutztierarten als Schweine ist die Afrikanische Schweinepest ungefährlich. Für Haus- und Wildschweine ist die ASP jedoch hoch ansteckend, unheilbar und verläuft fast immer tödlich. Ein Impfstoff existiert nicht. Daher laufen die Maßnahmen zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung der ASP im Land Brandenburg auf Hochtouren. Oberstes Ziel ist es, die Tierseuche auf ein möglichst kleines Gebiet einzudämmen und zu verhindern, dass diese sich ausbreiten kann. Zuständig für die vorbreitenden Maßnahmen ist das Veterinäramt des Landkreises Barnim. Bei einer festgestellten Infizierung eines Wildschweines mit ASP werden um die Fundorte sogenannte Restriktionszonen eingerichtet, in denen verschiedene Maßnahmen umgesetzt werden. Zu den Bekämpfungsmaßnahmen gegen die ASP gehört unter anderem auch die Suche nach verendeten Wildschweinen in den Restriktionszonen. Hierbei geht es um eine intensive Fallwildsuche, bei denen Suchtrupps in Rapsfeldern, Feuchtgebieten oder Ähnlichem unterwegs sind. Neben Mitarbeitern des Landkreises, der Forst- und Landwirtschaft werden auch freiwillige Helfer gesucht.

Das Amt Britz-Chorin Oderberg bereitet sich ebenfalls für den Ernstfall vor. Die Amtsverwaltung steht mit dem Landkreis Barnim im engen Kontakt, um zum Beispiel kommunale Objekte für die Einrichtung eines Krisenzentrums bereitzustellen. Darüber hinaus werden, bei Bedarf, ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger bei der Fallwildsuche benötigt. Wer in den Suchtrupps unterstützen möchte, meldet sich bitte beim Amt Britz-Chorin-Oderberg unter der Telefonnummer: (0 33 34) 45 76 – 14 oder per E-Mail. Die Suche erfolgt auch am Wochenende und an Feiertagen. Interessenten sollten gesundheitlich in der Lage sein, längere Strecken durch unbefestigtes Gelände zu bewältigen.

Da eine aktive Suche der Behörden nach verendeten Wildschweinen erst mit dem nachweislichen Ausbruch der ASP im Landkreis Barnim beginnt, wird seitens des Veterinäramtes des Landkreises Barnim bereits jetzt um Mithilfe aus der Bevölkerung gebeten. So sollen Zufallsfunde verendeter Wildschweine (zum Beispiel am Straßenrand, beim Spaziergang im Wald oder bei der Pilzsuche) an das Veterinäramt gemeldet werden.
Der Landkreis hat hierzu ein Bürgertelefon eingerichtet.

ASP-Hotline des Veterinäramtes Barnim:
Montag bis Donnerstag: 8 Uhr bis 15 Uhr
Freitag: 8 Uhr bis 12 Uhr
Telefon: (0 33 34) 214-1607
Fax: (0 33 34) 214-2600
E-Mail: veterinaeramt@kvbarnim.de

Auch wenn keine Gesundheitsgefahr für den Menschen besteht dürfen potenziell infizierte Wildschweine, aufgrund der Verschleppung der Krankheit, auf keinen Fall berührt werden. Die Fundorte sind bitte umgehend dem Veterinäramt des Landkreises Barnim mit möglichst genauer Beschreibung des Fundortes zu melden. Nach Möglichkeit wird zudem erbeten, Fotos vom Kadaver sowie die GPS-Koordinaten des Fundortes (zum Beispiel über das Smartphone) mitzuteilen.

Weitere Informationen können Sie auch auf der Internetseite des Landkreises Barnim.

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